Ausstellung „Dschungelblüte“ im Schmetterlingsgarten

Erstellt am 5. Juli 2017 von

„DSCHUNGELBLÜTE, MARIA SIBYLLA MERIAN UND IHRE REISE NACH SURINAM“

vom 20. Juli bis 27. August 2017
täglich zwischen 9:00 Uhr und 18:00 Uhr

Vor 300 Jahren starb Maria Sibylla Merian. Sie war eine bemerkenswerte Malerin, eine große Naturwissenschaftlerin und eine Abenteurerin. 1699 reist sie gemeinsam mit ihrer Tochter von Amsterdam nach Südamerika, um die Schmetterlinge des tropischen Regenwaldes zu beobachten und zu zeichnen. Die 52-Jährige wagt diese abenteuerliche Reise in die neue Welt hundert Jahre früher als Alexander von Humboldt. Ihr Ziel ist Surinam, eine holländische Kolonie nördlich von Brasilien. Die reichen Plantagenbesitzer dort belächeln ihr ungewöhnliches Interesse: „Die Menschen hier haben auch keine Lust, so etwas zu untersuchen, ja sie verspotten mich, dass ich in dem Land etwas anderes suche als Zucker.“

Doch nie in ihrem Leben hatten Spott und Misstrauen Maria Sybilla Merian davon abgehalten, ihren Weg zu gehen. Nur so konnte aus ihr eine geniale Malerin und Insektenforscherin werden, eine der ersten modernen Naturwissenschaftlerinnen überhaupt. Noch heute verblüffen ihr Eigensinn, ihre Leidenschaft und ihre Werke.

Wer war diese Frau, und welche Rolle nimmt sie in der Geschichte der Kunst und der Wissenschaft ein? Diesem Thema widmet sich die Ausstellung „Dschungelblüte“ und zeigt neben Schmetterlingen und Pflanzen aus Süd-Amerika einige Reproduktionen aus Maria Sybilla Merians Prachtband „Metamorhosis insectorum Surinamensium“.

Mit etwa 12 Jahren bringt Maria Sibylla Merian erstmals in einem Kistchen Raupen aus einer Seidenraupenzucht mit nach Hause und fütterte die Tiere mit Maulbeerblättern. Eines Tages sieht sie, wie sich ihr „Seidenwurm“ in einen Kokon einspinnt und wie einige Zeit später ein Falter daraus schlüpft.

Diese wunderbare Verwandlung fasziniert Maria Sibylla, sie hält sie in Zeichnungen fest. Es war „Anno 1660 in Frankfurt am Main meine erste Unterfindung.“

Fortan sammelt sie die Puppen der Schmetterlinge, die man damals „Dattelkerne“ nannte. Intensiv widmet sie sich den „Sommervögeln“ und ihren Entwicklungsstufen: Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling.

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