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Burg Sayn: Eine bewegte Geschichte
Eine zunächst in der Vallendarer Marienburg lebende jüngere Linie regierte seit 1345 die durch Heirat erworbene Grafschaft Wittgenstein mit Residenzen in Berleburg und Laasphe. Im Jahre 1606 starb mit Heinrich IV. die in Sayn regierende ältere Linie im Mannesstamm aus. Die Burg in Sayn wurde daraufhin von Kurtrier als erledigtes Manneslehen gegen den Protest der erbberechtigten Sayn-Wittgensteinschen Verwandten eingezogen. Wenn auch ihres Stammsitzes beraubt, blieb die Grafschaft Sayn mit ihrem Westerwälder Territorium und den Städten Hachenburg, Altenkirchen und Bendorf bis Ende des 18.Jh. erhalten. Im Jahre 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Burg Sayn von den Schweden zerstört. Nach Auflösung Kurtriers erhielt im Jahre 1803 Fürst Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg, der mit Luise Isabella Erbgräfin von Sayn-Hachenburg verheiratet war, die Ruine in Sayn zusammen mit weiteren Territorien am Rhein. Beim Wiener Kongress fiel Sayn dann als Teil der Rheinprovinz an Preußen.
Unter Fürstin Gabriela und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn begann vor 20 Jahren eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme des sich über eine Länge von 300m erstreckenden Burggeländes. Wesentliche Teile der immer noch imposanten Anlage konnten freigelegt werden, das noch erhaltene Mauerwerk der Kernburg wurde gesichert und der Burgberg mit Wanderwegen und Aussichtsplätzen erschlossen. Der Bergfried wurde weitgehend restauriert und eine Burgschänke eingerichtet. So gehört Burg Sayn heute zu den beliebten Ausflugszielen am Mittelrhein. Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ist heute Präsident der Deutschen Burgenvereinigung e.V. und Vizepräsident von Europa Nostra, dem Dachverband nicht-staatlicher Organisationen und Einrichtungen des Denkmalschutzes und der Landschaftspflege. |