Freudige Erwartung im Sayner Schmetterlingsgarten

Erstellt am 9. März 2012 von

Sayn. Gespannt wurde in Sayn seit Tagen auf einen außergewöhnlichen Besuch aus Australien gewartet, König Priamus. Hierbei handelt es sich um einen der größten Tagfalter der Welt, mit einer Flügelspanne von bis zu 18 cm, der in Australien beheimatet ist. Schon viele Jahre bemüht sich Silke Weyland im australischen Kuranda um die Züchtung dieser prächtigen Schmetterlinge, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten vermerkt sind. Durch die intensiven Bemühungen der Züchterin ist die Population nun soweit stabil, dass überzählige Puppen nach artenschutzrechtlicher Sondergenehmigung in größerer Zahl in den Verkauf kommen. Damit kann sie eine dauerhafte Finanzierung ihres Projekts erreichen.

Der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn gehört neben zwei Schmetterlingshäusern in den Niederlanden und einem in Italien zu den Unterstützern dieser australischen Maßnahme. Geschickt werden die Schmetterlinge im Puppenstadium. Während der ca. vier Wochen dauernden Umwandlung von der Raupe zum Schmetterling ist es möglich die Tiere in Spezialbehältern gefahrlos zu transportieren. Nach der Ankunft steigt dann die Spannung täglich, bis sich Ornithoptera priamus in seiner ganzer Pracht entfaltet.

Der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn ist wie verschiedene Schmetterlingshäuser in Europa Mitglied im Verbund der internationalen Qualitäts Schmetterlingshäuser und -züchter (IABES) dessen Präsidentin die Sayner Biologin Gerlinde Blaese für vier Jahre war. IABES-Mitglieder bemühen sich nicht nur den Menschen die Schönheit der Falterwelt zu zeigen, um die Menschen für die Umwelt zu sensibilisieren, sondern unterstützten auch vielerorts die Nachzucht bedrohter Schmetterlingsarten.