Frühling im Herbst: Warum es in Sayn auch jetzt noch Schmetterlinge gibt

Erstellt am 31. Oktober 2012 von

In den vergangenen Tagen lagen die Temperaturen erstmals in diesem Herbst unter dem Gefrierpunkt. Autofahrer verbrachten die Zeit mit dem freikratzen ihrer Scheiben und Wiesen und Felder waren in glitzerndes Weiß gehüllt. Während das nördliche Rheinland-Pfalz dieser Tage die ersten winterlichen Momente erlebt, herrschen im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn konstant Frühlingstemperaturen. „Viele Menschen rufen in diesen Tagen bei uns an und fragen nach, ob es hier bei diesen Temperaturen überhaupt noch Schmetterlinge gibt“, weiß Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein. „Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Selbstverständlich!“, so die Fürstin weiter. Während es rund um die gläsernen Pavillons des Sayner Schmetterlingsgartens friert, herrschen im Innern konstant 24° C. Fürstin Gabriela: „Unsere Falter sind tropische Schmetterlinge, weshalb sie nicht von den Jahreszeiten, wie wir sie kennen, abhängig sind.“

Gerade in diesen Tagen und Wochen können die Besucher des Gartens der Schmetterlinge Schloss Sayn eine große Vielzahl ganz besonders schöner, tropischer Schmetterlinge erleben. Der Blaue Morpho, ein Schmetterling der auch unter dem Namen „Himmelsfalter“ bekannt ist und aus Mittel- bzw. Südamerika stammt, verzaubert beim „Blauen Wunder von Sayn“ die Besucher mit seinen schillernd-blauen Flügeln. Mehrere hundert dieser Falter werden noch bis zum Saisonende am ersten Adventssonntag das Märchen von Tausendundeinem Schmetterling bereichern.