Ausstellungen

„Fischers Flieger“ von Detlef Fischer

Fotografieren ist malen mit Licht
Seine erste Kamera war natürlich analog. Detlef Fischer hatte sich sie, 1983 während seines ersten drei jährigen Auslandseinsatzes, zusammen gespart. Es war seine „Yashica FX-D Quartz“. Immerhin hatte sie schon eine Zeitautomatik, der Rest war aber noch alte Handarbeit. So hatte er fotografieren gelernt, man musste wissen was man macht, sonst wurden die Bilder nichts. Sein fotografisches Wissen hatte er sich anschließend durch viel experimentieren und basteln erworben. Ständiges lesen von Fachliteratur und Foto-Workshops waren ebenso hilfreich.

Die erste Digitale Kamera war gleich ein Profi Modell, sie konnte schon sehr viel, aber die Sensor Auflösung von 1,5 Megapixel stieß auch schnell an ihre Grenzen. Im Laufe der Zeit, folgte ein Kameragehäuse dem nächsten, das Zubehör und die Objektive blieben, so ist eine beachtliche Ausrüstung zusammen gekommen.

Herr Fischer mache Fotos, die zuerst im Kopf entstehen, danach versuchte er sie mit der nötigen Ausrüstung umzusetzen. Spannende Bilder sind keine Zufalls Produkte. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und Gespür dafür haben, wann auf den Auslöser zu drücken ist. Tiere sind einer seiner Leidenschaften, hier ist vor allem Geduld der Vater des Erfolgs. Viele Bilder entstanden nach stundenlangem Warten und Beobachten.

Die Aufnahmen der Flugzeuge konnten nur durch seine Arbeit bei der Flugbereitschaft entstehen. Er durfte sich sowohl in der Nähe der Maschinen aufhalten als auch innen fotografieren. Durch die Ausstellung „Fischers Flieger“ werden nun zum ersten Mal Fotos aus seiner Vergangenheit als Fluggerätelektroniker und aus der Gegenwart als „Hobbyfotograf“ gegenüber gestellt.

Die Ausstellung kann täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr bis zum 11. Juli 2016 besichtigt werden.

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„Himmelsgewicht – Werke mit Schmetterlingsflügeln“ von Werner Henkel

Natur ist Material, Raum und Thema meiner Kunst: NaturArte
Im Zentrum steht die künstlerische Auseinandersetzung mit ästhetischen Phänomenen in der Natur. Es ist eine Annäherung an die Natur, ihre Energien, Ausdrucksformen und an deren Gestaltswandel, an Fragen der Ökologie und wissenschaftliche Arbeitsweisen vom Standpunkt der Kunst aus. Für Werner Henkel zentral: das Beziehungsgefüge, das Stoffwechselfeld: Mensch – Natur. In seinen Werken lotet er die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur, sowie die Verletzlichkeit der Mensch-Natur-Beziehung aus.

Die Ausstellung kann täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr bis zum 1. Mai 2016 besichtigt werden.

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„Kaiserliche Hoheit, Krankenschwester, Künstlerin Sayner Ausstellung zum Leben und Wirken Fürstin Margaretes von Thurn und Taxis“

Ihr Vater war Erzherzog Joseph Karl Ludwig von Österreich, Chef des ungarischen Zweiges des Hauses Habsburg-Lothringen, ihre Mutter Clotilde von Sachsen-Coburg und Gotha. Ihre Großmutter mütterlicherseits war Prinzessin Clémentine d’Orleans, Tochter des „Bürgerkönigs“ Louis Philippe und ihre Ururgroßmutter Kaiserin Maria Theresia. Illuster ist der Stammbaum Erzherzogin Margarethe Klementine Maria von Österreich, am 6. Juli 1870 im ungarischen Alcsút geboren, am 2. Mai 1955 in Regensburg gestorben. Vor allem hier hatte sie seit ihrer Hochzeit 1890 mit Fürst Albert von Thurn und Taxis, einem Sohn Prinzessin Helene in Bayerns („Néné“), der Schwester Kaiserin Elisabeths von Österreich („Sissi“), gelebt.

Fast punktgenau zum 60. Todestag zeigt Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein im Garten der Schmetterlinge in Sayn die Ausstellung „Margarete von Thurn und Taxis – Kaiserliche Hoheit, Krankenschwester, Künstlerin“, die Einblick gibt in das Leben und das vielfältige Wirken ihrer Urgroßmutter.

Bereits mit fünf Jahren saß Margarete auf dem Landgut ihres Vaters, in Alcsút im Sattel und blieb bis ins hohe Alter eine leidenschaftliche Reiterin, als die sie auch eine in der Ausstellung gezeigte wertvolle Figur aus der Nymphenburg-Manufaktur zeigt. Pferde gehören ebenfalls zu den Lieblingsmotiven Margaretes als Künstlerin.

Schon als Jugendliche erhielt Margit, wie sie von der Familie genannt wurde, Mal- und Zeichenunterricht durch eine der bekanntesten impressionistischen Künstlerinnen Österreichs, Olga Wisinger-Florian. Ihr ganzes Leben lang zeichnete und malte Fürstin Margarete und widmete sich nach dem Besuch der Weltausstellung in Paris 1900 auch der Bildhauerei.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten als Künstlerin gehören die Illustrationen, die sie für den 1903 von ihrem Vater herausgegebenen „Atlas der Heilpflanzen“ schuf, gewidmet dem Andenken des „unvergesslichen Wohltäters der leidenden Menschheit“, Pfarrer Sebastian Kneipp. Erzherzog Joseph hatte bei einer Kur in Wörishofen am eigenen Leib die segensreichen Wirkungen der Kneippschen Heilmethoden erfahren.

Der „Atlas der Heilpflanzen“ ist ein Schwerpunkt der Ausstellung. Darüber hinaus geht es aber auch um die Arbeit Margaretes als Krankenschwester in dem von ihrem Gemahl eingerichteten Lazarett in Regensburg. Als Operationsschwester assistierte sie bis ins hohe Alter in mehreren Regensburger Krankenhäusern.

Eine ganz andere Facette gilt Margaretes Modebewusstsein. Bereits früh, 1915, trug die Fürstin beispielsweise nicht mehr eine aufwändige Hochsteckfrisur à la Sissi, wie die Frau auf dem Titelbild des „Atlas“, sondern einen modischen Bubikopf.

Die von der Kulturjournalistin Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach kuratierte Ausstellung im Garten der Schmetterlinge in Sayn wird am Sonntag, 3. Mai, 18.30 Uhr durch Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Ehrenpräsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, eröffnet. Über Margarete als Künstlerin spricht die Leiterin des Ludwig Museums Koblenz, Prof. Dr. Beate Reifenscheid.

Die Ausstellung kann man bis zum 1. Advent täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr besuchen.

 

 2 Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit Margarete Fürststin von Thurn und Taxis, Erzherzogin von Österreich_neu

3 Margarete von Thurn und Taxis bei einer OP_neu

1 Erzherzogin Margarete von Österreich und Fürst Albert von Thurn und Taxis als Brautpaar

 

Seit dem 02. März bis zum 26. April verlängert:

„Metamorphose – FELIX HEINRICH ARCHITECTURE ARTS INTERVENTION“

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Nein, dies ist nicht einfach eine Ausstellung. Dies ist eine „ArchitectureArts Intervention“. Ein Eingriff, der sich auch als planbares und tatsächlich sorgfältig geplantes „städtebauliches Projekt“ mit den Mitteln der Kunst versteht. Nicht umsonst ist Felix Heinrich gleichzeitig Architekt und freier Künstler. Und in dieser Doppelfunktion bespielt er öffentliche und halb-öffentliche Räume. Entsprechend besteht die Intervention aus zwei Teilen, der „Metamorphose des Sayn“ und der „Metamorphose des Selbst“. Ergänzend dazu zeigt Heinrich im Schlosspark eine direkt in die Natur eingreifende Installation mit seiner „Shoot Art“. Metamorphose des Sayn Ort der ersten Metamorphose sind ein gutes Dutzend Geschäfte oder Büros bzw. Privathäuser in Sayn, in denen ein paar Wochen lang zeitgenössische Kunst einzieht. Kunst, die im alltäglichen Umfeld zur selbstverständlichen Begegnung einlädt – und vielleicht schon den Anstoß gibt für die „Metamorphose des Selbst“. Metamorphose des Selbst Um eben diese „Metamorphose des Selbst“ geht es im Pavillon des Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn. Felix Heinrich gliedert seine Intervention hier in vier Stationen, analog zu den vier Stadien in der Entwicklung eines Schmetterlings vom Ei über die Raupe und die Puppe bis zum Falter.

Station I

Hier gibt es, nach dem Einstieg, einer Art „Buchstabensalat“, den man erst selbst sortieren und entziffern muss und der schon in Stil und Technik des Künstlers einführt, vier mal neun Bilder von Schmetterlingen. 36 Falter, bei aller Gleichheit der Form so einzigartig wie das Ei am Anfang ihrer Entwicklung, Musterbeispiele für die Vielfalt der Natur.

Station II

Die „Metamorphose der 1000“ spielt auf das Stadium der nimmersatten Raupe an. 1000 Post its mit schnell hingeworfenen Zeichnungen, die während der Ausstellung dem Kunsthunger der Besucher zum Opfer fallen, sprich: abgepflückt werden sollen. An der Eintrittskasse des Schmetterlingshauses gibt’s dann, bei Angabe der Mailadresse, ein nummeriertes Blatt zum Aufkleben, das aus dem Post it ein Original-Kunstwerk zum Mitnehmen macht.

Station III

Das Stadium der Puppe mit dem „Schrein des Selbst“ im Zentrum steht für die größte Verwandlung. Künstliches Rasengrün gibt den Blick frei auf gemaltes Grün, Wiesen, die unter dem Zwang möglichst effektiver Milchwirtschaft ihre natürliche Pflanzenvielfalt einbüßen. Schuld daran? Auch die- oder derjenige, die bzw. der in den Spiegel blickt – und diesen Blick vielleicht zum Anlass wo nicht einer kompletten „Metamorphose des Selbst“, so doch eines Überdenkens seines Konsumverhaltens nimmt.

Station IV

Genau jenes Überdenken wäre im Sinne der geschlüpften „Falter“, der Kinder aller Länder und Kontinente, deren Bild Felix Heinrich in der vierten Station zeigt. Kinder mit fragenden, aufmerksamen, gar ein wenig ängstlichen Augen. Auch sie ein Spiegel unseres Selbst, eine Aufforderung, ihnen eine möglichst lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dr. Lieselotte Sauer-Kaulbach, Kulturjournalistin Weitere Informationen: www.felixheinrich.org

Rückblick auf 2014:

„Facetten – Bienen, Kunst und Wissenschaft“

Was Wissenschaftler und Künstler verbindet, ist der Ansatz des Forschens und Lernens. In der Ausstellung „FACETTEN“ ergänzen sich der zugleich naturwissenschaftliche wie auch künstlerische Blick der Fotografin Helga R. Heilmann, das große Hintergrundwissen des renommierten Bienenforschers Professor Dr. Jürgen Tautz (Hobos) und der interdisziplinäre Ansatz der Berliner Künstlerin Bärbel Rothhaar. Gemeinsam entwickelten sie die Idee für das Projekt „FACETTEN“, das seit dem 18. Juni im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn gezeigt wird. „FACETTEN“ ist eine Ausstellung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz  und widmet sich mit Installationen, Bildern und Fotografien der thematischen Vielfalt rund um die Biene. Einen ausführlichen Bericht bei der Landesstiftung finden Sie hier. Tipp: www.hobos.de

Rückblick:

„Marion Plattenteich – Malerei“

In Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Schloss Sayn zeigt der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn die Ausstellung „Marion Plattenteich – Malerei“.

Rückblick:

„Schönbär und Nonne“

Licht ins geheime Leben der Nachtfalter

Die Ausstellung „Schönbär und Nonne“ von Armin Dett präsentierte einheimische Nachtfalter. Wegen ihrer Biologie und Artenfülle sind sie für ihn interessante Studienobjekte – ihre vielfältigen Formen und Farben sind von hoher Ästhetik und schenken ihm Freude und Anregungen für seine Designprojekte. In der Ausstellung, die er für den Garten der Schmetterlinge konzipiert hatte, zeigte der Künstler die schönsten seiner detailgetreuen Bilder. Der Fotograf und Designer Armin Dett hat die Nachtfalter in seinem Garten am Bodensee angelockt, fotografiert und wieder in die Nacht entlassen. Die Gesamtheit der faszinierenden Aufnahmen, kombiniert mit wissenschaftlichen Informationen, hat er im Buch „Schönbär und Nonne – Licht ins geheime Leben der Nachtfalter“ publiziert.

Rückblick:

„Symbiose“ von Renate Kuby und Rolf Röder

kunst „Die Farbenpracht der Schmetterlingsflügel haben mich zum Thema der Metamorphose geführt. Das Geheimnis der Verwandlung begleitet mich seitdem in allen meinen Bildthemen. Meine Arbeiten entstehen im experimentellen Prozess. Der Einstieg ins Bild ist spielerisch, dabei nutze ich die Vielseitigkeit der Acrylfarben. Der Zufall spielt mir die Möglichkeiten der Gestaltung zu. Ich liebe das Herstel-len natürlich wirkender Strukturen, die durch das Ineinanderfließen der Farben und dem Zusammenwirken des flüssigen und pastosen Farbauftrags entstehen. Es ist wie das Erschaffen einer eigenen Welt mit Licht und Schatten, Bewegung und Ruhe, Wärme und Kälte. Es entsteht eine Substanz, die wie selbstverständlich meine Themen aufnimmt. Meine Inspirationsquelle ist alles Natürliche, das uns die Vielfalt und den stetigen Wandel vor Augen führt.“ (Renate Kuby) Zu den Künstlern: Renate Kuby, geboren in Frankfurt, aufgewachsen in Luxemburg ∙ Studium der Malerei und Kunsttherapie in der Alanus-Hochschule der musischen und bildenden Künste bei Bonn ∙ Gründungsmitglied der Kunstgruppe Lahn Artists e.V. ∙ Mitgliedschaft im BBK Frankfurt ∙ Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen seit 1994 ∙ Mal- und Zeichenkurse im Raum Limburg-Frankfurt ∙ Auftragsarbeiten – Gruppenprojekte – Kunst am Bau Rolf Röder, seit 2002, nach einer beruflichen Umstrukturierung, Arbeit im Bereich keramischer Plastik und Skulptur ∙ Mitglied der Künstlergruppe der Lahn-Artists ∙ Regelmäßige regionale Ausstellungen seit 2002.

Rückblick:

Kräuterwochen 2013: „Die Olive kommt gut an“

Am 21. Juni 2013 wurden die diesjährigen Kräuterwochen im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn durch Hans-Werner Ollig, Vizepräsident der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e.V., eröffnet. Thematisch standen die Kräuterwochen in diesem Jahr ganz im Zeichen der Olive. Die Sonderausstellung „Die Olive“, die sich im Rahmen der Kräuterwochen mit dieser vielseitigen Frucht befasset, erfreute sich seit ihrer Eröffnung großer Beliebtheit bei den Besuchern des Garten der Schmetterlinge „Die Olive steht für den Süden, sie steht für eine mediterrane Lebensweise, für Urlaub. Kein Wunder also, dass unsere Ausstellung so gut ankommt.,“ freut sich Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein.

Rückblick:

„Eine Hand voll Wasser“

Die Ausstellung „Eine Hand voll Wasser“ thematisierte zwischen März und Juni 2013 Wasser als Grundlage allen Lebens und wies gleichzeitig auf die erhebliche Wasserknappheit in großen Teilen der Welt hin. Die informative und anschauliche Ausstellung war insbesondere für Schülergruppen sehr sehenswert. Die Problematik, die durch Wasserknappheit und Verunreinigung von Trinkwasser entsteht, bringt König Willem-Alexander der Niederlande in seinem Statement auf den Punkt: „Sauberes Wasser, klare Sache? Vielleicht für uns, aber für fast 3 Milliarden Mitbürger ein ultimativer Traum!“. „Gerade im Weltwasserjahr 2013 ist es uns ein großes Anliegen, das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser zu unterstreichen.“, erklärt Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn am Rande der Feierlichkeiten zur Saisoneröffnung.

Rückblick:

Kunstprojekt „Wirbellose“

Fünf Künstler (Anja Schindler, Ulrike Oeter, Ines Braun, Iris Stephan und Josef Snobel) aus den unterschiedlichsten Disziplinen näherten sich dem Thema „Wirbellose – von Schmet­ter­lin­gen und anderen veränderlichen Dingen“. Sie versuchten nicht nur, diese Traumwelt aufrecht zu erhalten, sie hinterfragten, zeigten Bruchstellen im zarten Gefüge. Spätestens beim Spagat Kunst/Insekt wird man merken, wie fragil diese Welt ist , wie faszinierend und vielfältig. Wie sehr sie aber auch Schutz bedarf und wie harmonisch die Welten der kulturellen und der natürlichen Evolution nebeneinander stehen. http://www.wirbellose-kunstprojekt.blogspot.de/