20. Geburtstag des Gartens der Schmetterlinge Schloss Sayn. Tausend und ein Schmetterling verzaubern die Besucher
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| Vor 20 Jahren... |
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20 Jahre Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn, das sind zwei Jahrzehnte Erfolgsgeschichte, die insgesamt schon 1,7 Millionen Besucher mitgeschrieben haben. Anfangs war die Skepsis groß, ein Schmetterlingsgarten solle gebaut werden, doch darunter konnte man sich kaum etwas vorstellen. Würde es ein Schmetterlingsmuseum sein mit aufgespießten Faltern oder vielleicht ein schmetterlingsfreundlich bepflanzter Garten? Die Neugierde war groß, aber allzu lange musste nicht gewartet werden. Schon nach kurzer Zeit konnte man im Frühjahr 1987 dank der unbürokratischen Unterstützung der Verwaltungen im Schlosspark von Sayn die Fundamente von zwei Gebäuden erkennen. Im Juni war es dann soweit, die Glashäuser waren fertig, Wege und Wasserstraßen angelegt, Beete bepflanzt, und bald schon trafen die ersten Schmetterlingspuppen von Züchtern aus Südostasien und Südamerika ein.
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| Bundesumweltminister Töpfer bei der Saisoneröffnung 1989 |
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Mit großem Interesse der Medien und mit vielen Gästen konnte die Eröffnung gefeiert werden. Nach nur sieben Monaten Planungs- und Bauzeit war eine Publikumsattraktion von überregionaler Bedeutung entstanden. Von Anfang an strömten Besucher in das kleine tropische Paradies, und der Besucherstrom hat bis heute nicht nachgelassen. Mehr als 350 Gäste aus Nah und Fern, Menschen jeden Alters, lassen sich im Durchschnitt Tag für Tag von den „Edelsteinen der Lüfte“ begeistern und bei vielen wird dadurch das Interesse an Schmetterlingen und der Natur geweckt. So manche Besucher nehmen auch das Angebot von Einführungen durch die Biologinnen in Anspruch, um zu erfahren, was man im Garten der Schmetterlinge alles entdecken kann.
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| Garten der Schmetterlinge zu Beginn |
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Im Laufe von zwanzig Jahren hat sich nicht nur die Vielfalt der Schmetterlinge vergrößert, die über die Saison verteilt gezeigt werden - heute sind es etwa 200 verschiedene Arten - auch weitere Bewohner haben im Schmetterlingsgarten ein neues zu Hause gefunden. Da gibt es Rocky den Grünen Leguan, der sich die Welt und die Besucher am liebsten von oben betrachtet, oder die kleinen possierlichen Zwergwachteln mit ihren nur hummelgroßen Küken. Im Wasser tummeln sich riesige Koikarpfen, und etwa zwanzig Schmuckschildkröten nutzen die Inseln um sich träge in der Sonne zu räkeln. Dann sind da noch die tropischen Finken und bunten Sittiche, die wie Pfeile durch die Luft schießen, und als besonderes Geschenk zum 20. Geburtstag schlüpften vor wenigen Tagen neun australische Echsen, kleine Bartagamen, aus dem Ei.
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| Bartagamen-Baby |
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| Fetiye I. und Marco Schreyl |
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Der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn liegt eingebettet im Schlosspark, dort wo schon vor 150 Jahren eine Orangerie geplant war. In seinem direkten Umfeld ist in den letzten Jahren ein Lehrpfad entstanden, der Anregung gibt, wie man in seinem Garten verschiedene, recht pflegeleichte Biotope einrichten kann. Das geht von einem Bauern- und Kräutergarten, über Frucht- und Blütenhecken bis hin zu einem kleinen Teich und sonnigen Trockenmauern. Gärtner oder Biologinnen helfen gerne, wenn es Fragen zur Gestaltung oder zu den Pflanzen gibt. Überaus prominente Gäste konnten im Schmetterlingshaus in den vergangenen 20 Jahren empfangen werden: darunter das Großherzogspaar von Luxemburg, Bundespräsident Roman Herzog, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Stargeiger Andé Rieu, Literaturnobelpreisträger Gao Xingjiang, Schlagerstar Katja Ebstein, die Fußballstars Horst Eckel und Christoph Metzelder oder Moderator Marco Schreyl, der 2006 die Patenschaft der 9. Deutschen Schmetterlingskönigin Fetiye I. übernommen hat.
Vor zwei Jahren begannen die flatternden Schönheiten nicht nur im Garten der Schmetterlinge zu begeistern, jetzt zieren auch bunte Falter viele Hausfassaden von Sayn. Künstler aus vielen verschiedenen Ländern wie Costa Rica, Italien, USA oder Kasachstan nahmen an dem Wettbewerb „SaynDesign“ teil und bereichern nun das Ortsbild durch vielbewunderte Schmetterlingsmotive.
Zwanzig Jahre sind vergangen, aus einem Traum wurde Realität. Das kleine Sayn, früher ein beliebter und bekannter Luftkurort, erlebt durch die Schmetterlinge eine Rennaissance. Vielen Menschen möchten wir heute für ihre Unterstützung zu danken. Das sind zuerst unsere Besucher, die mit ihrem Eintrittsgeld das Schmetterlingshaus erhalten. Dank gebührt auch unseren Mitbürgern, die mit Geduld und Freundlichkeit den Tourismus in Sayn zuerst erduldeten und nun fördern. Auch die kommunalen Verwaltungen mit ihren für unsere Einrichtungen zuständigen Ressorts haben uns von Anfang an vorbildhaft unterstützt. Die Mitarbeiter der Fremdenverkehrseinrichtungen von Land, Kreis und Stadt halfen uns mit äußerst wertvollem Rat und Tat und die Medien haben dem Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn sehr viel wohlwollende Aufmerksamkeit geschenkt. Ihnen und allen, die uns in den vergangenen 20 Jahren hilfreich begleitet haben, sind wir sehr dankbar. Zu guter Letzt gilt unser von Herzen kommender Dank unseren großartigen Mitarbeitern, die uns seit vielen Jahren, teilweise von Anfang an, begleitet haben und dieses Paradies mit uns geschaffen haben. Nach 20 Jahren gibt es genug Grund zur Freude und Dankbarkeit. Doch wir wollen uns jetzt nicht den auf Lorbeeren ausruhen. Es gibt weiterhin vieles zu tun, damit auch in Zukunft unsere Besucher von Sayn und seinen Schmetterlingen begeistert sind.
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