Saison 2013: Kulturpark Sayn zieht positive Bilanz

Erstellt am 7. März 2014 von

Bendorf-Sayn. Im Mittelpunkt des Sayner Fremdenverkehrs standen auch in der zurückliegenden Saison wieder der Garten der Schmetterlinge sowie das Schloss Sayn mit dem Rheinischen Eisenkunstguss-Museum, der Schlosskapelle und dem Fürstinnenzimmer, das im vergangenen Jahr ganz im Zeichen fürstlicher Hochzeiten stand. „Adelshochzeiten faszinieren nicht nur das TV-Publikum. Im Fürstinnenzimmer waren Brautkleider und diverse Accessoires aus unserer Familie ein wirklicher Hingucker“,  resümiert Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.

Der Sayner Schmetterlingsgarten wirkte nicht nur mit seinen prächtigen tropischen Faltern als Besuchermagnet. Auch im vergangenen Jahr waren es wieder vielseitige Projekte und Austellungen, die die Besucher des Schmetterlingshauses begeisterten. Die überregional beachtete Ausstellung „Eine Hand voll Wasser“ thematisierte zwischen März und Juni 2013 Wasser als Grundlage allen Lebens und wies gleichzeitig auf die erhebliche Wasserknappheit in großen Teilen der Welt hin. „Diese anschauliche Präsentation war insbesondere für Schülergruppen sehr sehenswert, zumal das Thema von höchster Aktualität ist“, erklärt Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. „Gerade im Weltwasserjahr 2013 war es uns ein großes Anliegen, das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser zu unterstreichen.“, so die Fürstin. Am 21. Juni 2013 wurden die Kräuterwochen 2013 durch Hans-Werner Ollig, Vizepräsident der Deutschen Gartenbaugesellschaft, eröffnet. Thematisch standen die Kräuterwochen ganz im Zeichen der Olive. Die Sonderausstellung „Die Olive“, die sich im Rahmen der Kräuterwochen mit dieser vielseitigen Frucht befasste, erfreute sich seit ihrer Eröffnung großer Beliebtheit bei den Besuchern: „Die Olive steht für den Süden, sie steht für eine mediterrane Lebensweise, für Urlaub. Kein Wunder also, dass unsere Ausstellung so gut ankam“, freut sich die Fürstin.

Mit einer imposanten Lichtinszenierung konnte die Sayner Hütte punkten. Der Lichtkünstler Ingo Bracke setzte an verschiedenen Wochenenden in August und September das Denkmalensemble in ein ganz besonderes Licht. „Die Sayner Hütte als Gesamtkunstwerk zog  zahlreiche Betrachter zum Teil aus  dem weiten Umland an. Die  eigenwillige Illumination lässt zugleich vielfache Ideen und Vorstellungen für den künftigen Umgang mit dem Areal zu. Die finanzielle Förderung der Veranstaltung durch den Freundeskreis war an der richtigen Stelle platziert“, erklärt Rehlinde Glöckner. Die Vorsitzende des Freundeskreises Sayner Hütte e.V. zeigt sich gleichzeitig sehr erfreut über die außerordentlich rege Beteiligung von Besuchern bei Führungen und Besichtigungen in 2013. Mehr als 5.000 Teilnehmer wurden dabei im vergangenen Jahr gezählt, obgleich das Denkmalgelände teilweise einer „Großbaustelle“ glich. Allein am Tag des offenen Denkmals waren mehr als 500 interessierte Gäste vor Ort, die sich über den Fortgang der Bauarbeiten informierten und am Abend das Lichtspektakel bewunderten.

Ganz im Zeichen der „Befreiungskriege gegen Napoleon“  (1813-1815) standen die Veranstaltungen im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Schloss Sayn.  Das 200-jährige Jubiläum des vaterländischen Spendenaufrufs „Gold gab ich für Eisen“  durch die preußische Prinzessin Marianne war für das Museum nahezu eine Verpflichtung, sich dem Thema Eisenschmuck zu widmen.  Der Aufruf gilt als einer der wichtigsten Impulse für den preußischen Eisenkunstguss. Entwürfe und feinziselierter Schmuck zeigt das Museum in seiner ständigen Ausstellung.  Museumsleiterin Barbara Friedhofen verzeichnete eine außerordentlich positive Resonanz bei Ausstellungen, Vorträgen und Exkursionen zur Thematik.  „Mit mehr als 25.000 interessierten Gästen im vergangenen Jahr sehe ich unsere Anstrengungen für ein  interessantes Programm bestätigt“, so Friedhofen.  Sehr gut angenommen wurden demnach auch die erstmals in 2013 angebotenen öffentlichen Führungen „Märchenschloss und schmuckes Eisen“ an allen Wochenenden, Feiertagen und während der Ferienzeiten. Die Museumsleiterin will in enger Kooperation mit dem Förderverein des Museums daran auch 2014 festhalten. Der Förderverein des  Mühlenmuseums „Heins Mühle“ gestaltete rund um sein 25-jähriges Jubiläum einen Mühlentag an Pfingsten. Als „klapperndes  Kleinod am Brexbach“ mitten in Alt-Sayn  präsentiert die Heins Mühle historische Handwerkstechnik  und ist damit zugleich eine interessante Ergänzung der Sehenswürdigkeiten im Kulturpark.

„Hoch her“ ging es im wahrsten Sinne des Wortes auch im Kletterwald Sayn, einem weiteren Besuchermagnet. Geschäftsführer David Kossak zeigt sich mit der Saison 2013 sehr zufrieden: „Insbesondere in den heißen Sommermonaten konnte ein deutlicher Besucherzuwachs festgestellt werden und auch im Frühjahr und im Herbst waren die Zahlen stabil.“ Ziel der Initiative „Kulturpark Sayn“ ist es, die gute Stimmung aus dem Jahr 2013 auch auf das neue Jahr wirken zu lassen.

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