Saisoneröffnung im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn

Erstellt am 23. Februar 2019 von

Für Schmetterlinge ist immer Karneval

In Sayn laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren. Mit einer farbenfrohen Eröffnung, kurz vor den Karnevalstagen, startet der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn dieses Jahr am 27. Februar in die touristische Saison.

Sayn. Nach wie vor sind natürlich die Schmetterlinge die Hauptakteure. Bereits 800 Schmetterlingspuppen sind eingetroffen – etwa 40 verschiedene Arten – Puppen der Papilios und Caligos, aber auch des Publikumslieblings, dem „Blauen Morpho“. In wenigen Tagen werden daraus die prächtigsten bunten Falter schlüpfen, und weitere 400 Puppen aus der ganzen tropischen Welt treffen diese Woche noch ein. Sie stellen sicher, dass das angekündigte „Märchen von 1001 Schmetterling“ schon ab Beginn der Saison im Garten zu erleben ist.

Neu angelegt wurde in diesem Winter das „Merian Gärtchen“ um damit an die große deutsche Naturforscherin, Entdeckerin und Künstlerin Maria Sibylla Merian (1647–1717) zu erinnern

Auch das Führungsangebot wird durch eine neue Themen-Führung erweitert. Bei „Vicky, Max & die Schokoladenfalter“ erfahren die Gästen durch heitere Geschichten über Schmetterlinge, Leguan, Schildkröten und Wachteln mehr aus dem Leben der Bewohner des Schmetterlingshauses.

Zusätzlich werden auch in diesem Jahr verschiedene Ausstellungen gezeigt, die die Besucher sicher wieder interessieren und begeistern werden.

Zu Beginn ein Thema, welches für uns alle wichtig ist, die Verschmutzung der Gewässer durch Plastikmüll. In der Ausstellung „Clean River Project“ möchte der Künstler und Paddler Stephan Horch durch kreative Inszenierungen des von ihm beim Paddeln gesammelten Plastikmülls das Bewusstsein für die Verschmutzung der Flüsse und Meere aufzeigen. Die Ausstellung soll aufklären, sensibilisieren und zum aktiven Aufräumen animieren.

Stephan Horch lebt im Moselort Winningen. Hier gefällt ihm das gewisse „mediterrane Etwas“, wie er selbst gerne sagt. Eine Affinität hierfür wird bereits in seiner Kindheit geweckt, als er mit seinen Eltern durch das südliche Europa reist. Inspiriert von den zahlreichen Facetten der mediterranen Landschaften, entwickelt er seine große Leidenschaft für die Fotografie. Beeindruckt von der Begeisterung seines Sohnes, schenkt ihm sein Vater, selbst Hobbyfotograf, im Alter von 12 Jahren seine erste Kamera.

2012 startet Stephan Horch das „Clean River Project“, nachdem er beim Paddeln großen Mengen von Plastikmüll begegnete. Er beginnt den vorbei schwimmenden Müll einzusammeln und setzt die Fundstücke visuell in Szene, bevor er sie ordnungsgemäß entsorgt. Seine Fotos finden viel Zuspruch und sorgen für öffentliches Aufsehen.

Begleitet durch eine Wanderausstellung paddelt Stephan Horch 2015 über 450km den Rhein hinab bis in die Nordsee. Damit gelingt es ihm viel Aufmerksamkeit auf die Müll-Problematik der Flüsse zu lenken. 2016 gründet er „Clean River Project e.V.“ und arbeitet seitdem mit einem kleinen Team am Aufbau des Vereins und an der Erfüllung seiner Mission. 2019 ist eine weitere Paddeltour geplant, sie wird von Koblenz nach Berlin gehen. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde Stephan Horch und das „Clean River Project“ mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (s. unten).

Parallel zu den Vorbereitungen im Schmetterlingsgarten bereitet sich das Museum im benachbarten Schloss Sayn auf die Saison 2019 vor. Zum letzten Mal werden die Besucher in diesem Jahr neben der Schlosskapelle und dem Fürstinnenzimmer auch die Sammlungen des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums in dem attraktiven Ambiente der Schlossräume bewundern können. Nach dem Umzug der Exponate in die historischen Gebäude der Sayner Hütte wird ab März 2020 ein völlig neues Konzept die Gäste von Schloss und Schmetterlingsgarten überraschen. Soviel sei jetzt schon verraten: Das Leben und Wirken der Sayner Fürstinnen, das Schloss mit seiner außergewöhnlichen Geschichte und die Faszination der Schmetterlinge werden thematisch miteinander verbunden und verwoben. Die Besucher des Kulturparks Sayn können sich damit ab 2020 auf ein weiteres Erlebnis der besonderen Art freuen.

Auszeichnungen von Stephan Horch
und dem „Clean River Project e.V.“

2018

– Deutscher Engagement-Preis, Kategorie „Leben bewahren“

– Umweltpreis Rheinland-Pfalz, Thema „Wasser ist Leben“

– Preisträger „SWR Ehrensache“

– Start Green Sonderpreis „Neue Perspektiven“

– Preisträger Ideenfutter Wettbewerb, KateDateien auswählengorie Sport, Schleswig-Holstein

– Zukunftspreis Heimat der Volksbank Rhein Ahr Eifel

2015

– Umweltpreis Mayen Koblenz, für die künstlerische Umsetzung des „Clean River Projects“

Schokoladenfalter, Siproeta epaphus Vorkommen Mittel- und Südamerika, 7,5 - 8,5 cm Flügelspanne groß. Foto Szwejk