Museum

Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum im Schloss Sayn beherbergt eine einzigartige Sammlung von Kunstwerken aus Eisenguss der berühmten Sayner Hütte, die seit 1815 der preußischen Krone gehörte. Gezeigt werden Hals- und Armschmuck, ein filigranes Diadem, Neujahrsplaketten mit Ansichten rheinischer und westfälischer Kunst­denk­mäler, durchbrochene Teller, Ziertische, Sitz­möbel, eine Wendeltreppe aber auch Herde, Kochgeschirr und technische Geräte.

Daneben präsentiert das Rheinische Eisenkunstguss-Museum eine interessante Ausstellung von Kunstgussöfen aus der Fertigung der Concordia­hütte. Die Unterbringung des Museums in Schloss Sayn überrascht nicht, wurde doch in der Umbauphase des Schlosses 1848 bis 1850 Gusseisen, das die benachbarte Sayner Hütte lieferte, sehr reich verwendet. Das Museum bietet auch einen interessanten Einblick in die Sozialgeschichte des 19. Jh. an Beispielen aus dem täglichen Leben eines Hüttenarbeiters. Daneben erhält man in der Werkstatt eines Formers und Gießers eine anschauliche Darstellung der Arbeitsabläufe.

Fürstinnenzimmer mit Hochzeitsausstellung

An den Rundgang durch das Museums schließt sich das Fürstinnenzimmer an.

Hier erlebt man eine Reise durch die Geschichte von sechs Generationen der fürstlichen Familie Sayn-Wittgenstein-Sayn. Sie erfahren, dass die schöne Fürstin Leonilla (1816-1918) als älteste Hocharistokratin im Guinness Book of Records vermerkt ist, sehen Herbarium und Briefe von Fürstin Yvonne (1851-81), Gesellschaftsfotografie von Fürstin Marianne und Portraits der Kinder von Fürstin Gabriela. Zahlreiche Exponate geben Ihnen einen Eindruck vom Leben der Fürstinnen und der Ausstattung des Schlosses im 19. Jahrhundert.

13 Fürstinnenzimmer_Hochzeitsausstellung

In einer Sonderausstellung „Seide, Spitze, Hochzeitsschleier – Weiße Roben, Blaues Blut“ werden erstmals Hochzeiten der Mitglieder des Fürstlichen Hauses Sayn-Wittgenstein-Sayn thematisiert. Das Hochzeitskleid, das Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, eine geborene Gräfin von Schönborn-Wiesentheid, im Jahr 1969 bei ihrer Hochzeit auf Schloss Weißenstein in Pommersfelden trug, ist im Rahmen der Ausstellung zu sehen. Ein Traum aus Seide ist das Kleid einer florentinischen Designerin, das Prinzessin Filippa  2001 bei ihrer Hochzeit mit Graf Vittorio Mazzetti d’Albertis in der Sayner Abteikirche trug. Gräfin Philippa Spannocchi, die 2011 Prinz Louis zu Sayn-Wittgenstein-Sayn in ihrer oberösterreichischen Heimat geheiratet hat, stellte ihr Brautkleid für die Ausstellung im Fürstinnenzimmer des Schlosses auch zur Verfügung. Es ist aus französischer Spitze und stammt von dem  renommierten Linzer Modeschöpfer Gottfried.

Vor 45 Jahren trug Prinzessin Yvonne ihr wunderschönes Brautkleid. In diesem Jahr ein neues Schmuckstück und wertvolle Ergänzung in der Hochzeitsausstellung. Ein Werk der Couturière Olden aus Salzburg – zeitlos schön.

BSZ_5325

Neben den Brautkleidern in ihrer weißen Pracht werden auch traditionelle Hochzeitsaccessoires der Mitglieder des Fürstlichen Hauses zu sehen sein, unter anderem ein Hochzeitsschleier, der bereits seit mehr als 150 Jahren bei den Trauungen im Hause Sayn-Wittgenstein-Sayn Verwendung findet. Diverse Fotos von zahlreichen Hochzeiten im Fürstenhaus Sayn-Wittgenstein werden die Ausstellung abrunden und ihr einen ganz persönlichen Charakter verleihen.

Fotoausstellung im Salon Reiffenberg

Anlässlich des 100. Geburtstags hat Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn zu Ehren seines Vaters Fürst Ludwig (1915 – 1962) die Ausstellung „Udi – 20 Jahre an meiner Seite. 1941 – 1961“ im Sommer 2015 eröffnet. Gezeigt werden Bilder der bekannten Fotografin Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn aus ihrem kurzen gemeinsamen Leben mit ihrem Ehemann Fürst Ludwig.

Geöffnet täglich für Besucher des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums im Schloss Sayn mit Fürstinnenzimmer und Schlosskapelle.

12748008_505272122978112_3250142119004914049_o

Anmeldung und weitere Informationen
Tourist-Information Schloss Sayn
Tel.: 02622 902913
Mail: touristinfo.sayn@bendorf.de