Schmetterlinge kennen keinen Karneval

Erstellt am 8. Februar 2013 von

Bendorf-Sayn. Auch und gerade über die „tollen Tage“ kommt man im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn nicht zur Ruhe. Am Veilchendienstag werden nämlich bereits die ersten fünfhundert Schmetterlingspuppen für die bevorstehende Saison 2013 erwartet, Puppen der Papilios und Caligos, aber auch des Publikumslieblings „Blauer Morpho“, die noch einige Tage brauchen, bis aus ihnen die prächtigsten Falter schlüpfen. In den darauffolgenden Wochen werden weitere 1000 Puppen aus der ganzen Welt erwartet, damit das Märchen von 1001 Schmetterling schon ab der Saisoneröffnung im Garten der Schmetterlinge zu bewundern ist.

Doch bis dahin gibt es noch Einiges zu tun. In den vergangenen Wochen hat das Team um Gärtner Jürgen Schäfgen bereits alle sieben Brücken im Garten der Schmetterlinge auf ihre Sicherheit überprüft und teilweise erneuert, die Teiche gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt, die Pflanzen zurückgeschnitten und mit Aromatherapie behandelt. In den kommenden Tagen muss nun dafür gesorgt werden, dass die Schmetterlinge – sobald sie schlüpfen – auch genügend Nektarpflanzen vorfinden.

Während die Arbeiten im Garten der Schmetterlinge noch in vollem Gange sind, wurde nebenan im Schloss während der Sayner Hochzeitsnacht eine Sonderausstellung im Fürstinnenzimmer bereits in einer Vorschau präsentiert:  „Seide, Spitze, Hochzeitsschleier – Weiße Roben, Blaues Blut“. Stephanie Geifes und Heike Kamp von „2friendly“ haben in Zusammenarbeit mit der fürstlichen Familie diese Ausstellung konzipiert, die den Besucher in eine zauberhaft-romantische Märchenwelt adliger Hochzeiten entführt. Ab dem 1. März wird sie im Rahmen des Museumsrundgangs zu besichtigen sein.

Mit der Ausstellung „Eisenwelten“ zeigt auch das Rheinische Eisenkunstguss-Museum zu Beginn der Saison 2013 eine besondere Ausstellung mit außergewöhnlichen Schwarz-Weiß-Fotos von frühen Industrieplätzen Europas. Als Pionier der Industriekultur hat sich der Fotograf Manfred Hamm weltweit einen Namen gemacht. Seit den 1970er Jahren spürt der Künstler – wie er es nennt –  der “Toten Technik” nach, den  “antiken Stätten von morgen”.

Ab Anfang März ist Sayn wieder ein besonders sehenswertes Ausflugsziel für Kultur- und Naturinteressierte. Wenn ab Mitte März der Kletterwald Sayn auch wieder besucht werden kann, heißt es aus Neue: Sayn – Kultur, Natur, Abenteuer.

 Schon knapp drei Wochen vor Saisoneröffnung ist das mediale Interesse bereits wieder groß: Der SWR hat die Hochzeitsausstellung im Fürstinnenzimmer vor wenigen Tagen für die Landesschau gedreht und für das Erste Deutsche Fernsehen wird der WDR am 14. Februar im Garten der Schmetterlinge beobachten, wie die ersten Schmetterlinge schlüpfen. Kein Wunder also, dass die Sayner Schmetterlinge keine Zeit für die Fastnacht haben – es gibt genug zu tun.