Wo ist das Jesuskind?

Erstellt am 18. November 2016 von

Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent werden Krippen aus aller Welt an besonderen Orten im Garten der Schmetterlinge ausgestellt. Es sind über 50 Krippen, die das Jahr über im Schloss Sayn aufbewahrt werden und nun für zehn Tage die Besucher in ihren Bann ziehen.

Da ist eine Krippe, ganz aus Holz geschnitzt, sie begleitet Fürstin Gabriela bereits seit ihrer Kinderzeit. Sie könnte ihren Platz wieder während der einwöchigen Ausstellung im Schlangenkasten finden. Doch Lancelot, die kalifornische Kornnatter hat sich gerade gehäutet. „Wir sollten ihr noch etwas Ruhe gönnen“ meint die Fürstin.

Eine Krippe ganz aus Kiefernzapfen gebastelt, ist ebenfalls dabei, genauso wie eine Krippe aus Süd-Amerika mit vielen bunten Figuren. „Sie stammt aus der Sammlung einer alten Dame und ist recht empfindlich. Biologin Eva Geitz empfiehlt daher, diese in der Boutique zu platzieren.

Auf Holzstämmen zwischen Hibiskus und Palmen, Pflanzen, die es im Geburtsland Jesu auch gibt, werden nun die Krippen liebevoll dekoriert. Kleinere Krippen würde man jedoch zwischen all den vielen Pflanzen nicht sehen. Sie werden in einer großen Vitrine präsentiert.

Zu guter Letzt taucht aus dem großen Karton noch eine besondere kleine Krippe auf. „Unsere Filippa hat sie als junges Mädchen gebastelt“ freut sich Fürstin Gabriela, „doch wo ist das Jesuskind?“. Sie sucht in dem Karton, ohne Ergebnis. Wo kann es nur sein? Eva Geitz nimmt die Krippe und befreit sie von Sägespänen – und da ist es, das Jesulein. Es war unter seine Decke aus Wolle gerutscht. Diese Krippe wird nun an einem ganz besonderen Platz ausgestellt, in einem Terrarium. Als Wächter für das kleine Jesuskind kommt der Kaiserskorpion zum Einsatz, so geht es sicherlich nicht wieder verloren.

In der Zwischenzeit konnte auch die Holzkrippe bei der Kornnatter aufgestellt werden, die sie sofort genau begutachtet.

Sogar die blauen Morphos scheinen an dem „Krippenspiel“ interessiert. Ein Falter lässt sich direkt auf der Krippe aus Südamerika nieder. Es sieht so aus, als ob er das Kindlein mit seinen Flügeln wärmen möchte.

Die Krippenausstellung wird bis zum 27. November täglich im Garten der Schmetterlinge zu besichtigen sein. Gleichzeitig kann man dort auch mit unzähligen Morphos das „Blaue Wunder“ erleben.

Holzkrippe

Holzkrippe

Krippe aus Süd-Amerika

Krippe aus Süd-Amerika