Zehn Jahre TraumZeit in Sayn

Erstellt am 3. Juni 2016 von

Ein „Jahrmarkt auf Zeit“

Bendorf-Sayn. Bei strahlendem Wetter fand am 19. Mai 2016 zum 10. Mal im Sayner Schlosspark die „TraumZeit in Sayn“ statt. 1996 wurde im Zoo von Rotterdam erstmals umgesetzt, was inzwischen in 38 Ländern mit 279 Partnern stattfindet.

Einmal im Jahr schenken Einrichtungen Kindern mit besonderen Bedürfnissen ein paar unvergessliche Stunden auf dem jeweiligen Gelände. Aus den Anfängen ist inzwischen eine weltweit bekannte Bewegung geworden (www.dreamnightatthezoo.nl). Chronisch kranke Kinder und Kinder mit Handicap werden zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern für ein paar Stunden eingeladen. Während die Tore in dieser Zeit für die Öffentlichkeit geschlossen werden, gehört das Gelände vollkommen den geladenen Gästen.

Seit zehn Jahren zählt auch der Garten der Schmetterlinge in Sayn dazu. Angemeldet waren für die 10. TraumZeit 140 Erwachsene mit 160 chronisch kranken Kindern und 60 Geschwisterkindern. Mit Unterstützung der Sparkasse Koblenz und der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz wurde die Veranstaltung finanziell unterstützt. Für das leibliche Wohl sorgten mit großzügigen Spenden neben dem Schlossrestaurant „SaynerZeit“ auch verschiedenen Eis- und Getränkelieferanten. So gab es eine reichhaltige Auswahl an Kuchen, Gebäck, warmen und kalten Getränken sowie Eis. Zum Abschluss wurde am Abend noch leckere frisch zubereitete Pizza geliefert. Die gesamte Atmosphäre gleicht einem nostalgischen Jahrmarkt oder Film.

Im Park gibt es überall etwas zu entdecken, dort Ponys, da darf man sich die wunderbaren Flugobjekte  des Garten der Schmetterlinge anschauen, hier stelzt in schwindelnder Höhe eine Gärtnerin. Clowns die einen überraschen, mit denen man eine Runde herzlich lachen kann, beschwingte Musik von drei jungen Musikern oder muntere Klänge des Sayner Musikvereins.

Die Feuerwehr aus Sayn ist mit einem Löschfahrzeug und dem begehrten Feuerwehrschlauch vor Ort. Da fällt das Entscheiden schon mal schwer; zuerst das Fahrzeug inspizieren oder lieber gleich mit dem Schlauch spritzen? Das fünfmalige Auffüllen des Wassertanks spricht eine klare Sprache, in welche Richtung die Priorität gesetzt wird.

Egal welche Behinderung, welches Handicap… Die Kinder werden aufs Pony gesetzt, sitzen auf dem Polizeimotorrad, werden angemalt nach ihren Wünschen oder hoch in den Baum gezogen. So wie sie es wollen und sich trauen. Es gibt keine Berührungsängste, keine Grenzen, nur Ablenkung und Lachen und ein vollkommenes Abtauchen in diesen kleinen „Jahrmarkt auf Zeit„.

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