Als die Natur in den Plan übernommen wurde

Erstellt am 11. März 2014 von

2007 schrieb Tim Richardson, Journalist und vielgelesener Garten-Kolumnist des „Daily Telegraph“, in seinem Buch „The Arcadian Friends“, der englische Landschaftsgarten sei „die größte Kunstform…die jemals auf den Britischen Inseln erdacht worden ist“. Andere sehen den englischen Landschaftsgarten als den „bedeutendsten Beitrag Englands zur europäischen Kunstgeschichte“. Ein Beitrag, der im 18. Jahrhundert rasch seinen Siegeszug durch Europa und die höfischen Park- und Gartenanlagen antrat. Unter dem Titel „Der englische Landschaftsgarten und die Literatur“ widmet sich der renommierte Bonner Anglist Prof. Dr. Rolf Lessenich am Donnerstag, 10. April, 19 Uhr im Gobelinsaal von Schloss Sayn in der Reihe „KulturSayn!“ diesem Thema. Lessenich, auch nach seiner Emeritierung international aktiver Vortragsredner und Autor zahlreicher Veröffentlichungen, wird dabei u. a. über die Bedeutung des Schriftstellers und Politikers Horace Walpole für die Entwicklung des englischen Landschaftsgartens sprechen. Walpole verfasste mit seinem „Castle of Otranto“ nicht nur eine der ersten gothic novels, einen der ersten Schauerromane, sondern auch 1770 den frühesten Überblick über die Entwicklung des englischen Gartens, „On Modern Gardening“, „Über die moderne Gartenkunst“. In ihm heißt es programmatisch, „…als die Natur in den Plan übernommen wurde, zeigte jeder Schritt, der getan wurde, neue Schönheiten und regte neue Ideen an“. Walpole praktiziert diese neue Gartenkunst auch in Strawberry Hill House, das er im reinsten neogotischen Stil ab 1749 umbauen und mit einem gerade eben nicht architektonisch ausgerichteten, sondern der Natur viel Freiraum gewährenden Stil auf den Spuren des englischen Landschaftsmalers, Architekten und Gartengestalters William Kent umgeben ließ. Die neuen Ideen verwirklichte auch Fürst Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, als er, passend zum neugotischen Stil des gerade umgebauten Schlosses, nach den Plänen des früheren Direktors des Botanischen Gartens in Sankt Petersburg, Karl-Friedrich Thelemann durch den Frankfurter Gartenkünstler Heinrich Siesmayer einen Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens anlegen ließ. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Der Garten der Schmetterlinge und das Neue Museum Schloss Sayn sind ab sofort geschlossen. 

Zur Vermeidung einer Gefährdung unserer Mitbürger, unserer Gäste und besonders auch unserer Mitarbeiter sind unsere Betriebe ab sofort geschlossen.

Bei allem Verständnis bedauern wir diesen zweifelsfrei erforderlichen Schritt zu Beginn der Saison außerordentlich. Mit viel Engagement hatten wir mit unserem Team während des Winters den Schmetterlingsgarten herausgeputzt und ein besonders attraktives Neues Museum im Schloss eingerichtet. Auch stand unser Schloss mit seinen festlichen Salons und Sälen für Hochzeiten und Feiern bereit.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass die strikten Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona Virus schnell greifen werden und wir schon sehr bald, hoffentlich zu Ostern, unsere Gäste wieder hier im Kulturpark Sayn begrüßen können.

Gerne möchten wir über das Internet und die sozialen Medien mit Ihnen in Kontakt bleiben.

 

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gabriela und Alexander Sayn-Wittgenstein