“Denn der Menschen Seele gleicht dem Wasser”

Erstellt am 17. April 2013 von

Das Projekt „Eine Hand voll Wasser“, das im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn seit Beginn der Saison mit großem Erfolg gezeigt wird, erfährt ab dem 21.4. durch Installationen des Künstlers Nicolaus Werners eine wertvolle künstlerische Bereicherun.

In seinem 1779 auf seiner zweiten Schweizer Reise geschriebenen Gedicht „Gesang der Geister über den Wassern“ greift Johann Wolfgang von Goethe den Heraklit zugewiesenen Gedanken des panta rhei, des „Alles fließt“ auf, dem auch das menschliche Leben untergeordnet wird. Das zeigen schon die beiden Anfangszeilen des Gedichts, „Denn des Menschen Seele gleicht dem Wasser“, die auch den Titel liefern für eine Ausstellung mit Installationen von Nicolaus Werner im Garten der Schmetterlinge in Sayn. Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts „Eine Handvoll Wasser“ statt und wird am Sonntag, 21. April um 19 Uhr von Claudia Christnach, Marketing-Leiterin von RHODIUS Mineralquellen, in Vertretung für Dr. Karl Tack, Geschäftsführer von RHODIUS Mineralquellen, eröffnet.

In einer der vorgestellten Arbeiten bezieht sich der 1943 in Kirberg geborene, bis 2007 als Kunsterzieher in Neuwied arbeitende und jetzt in Wiesbaden lebende Künstler direkt auf das Goethe-Zitat. Andere kreisen um das Thema der Homöopathie, ausgehend von der Tatsache, dass Spuren alles dessen, was an einem Ort in das Wasser eingeleitet wird, in mehr oder minder minimaler Verdünnung selbst noch an weit entfernten Stellen erhalten bleiben. Erhalten in einem immer währenden Kreislauf, der nicht nur für das Wasser, sondern auch für den Ablauf eines Jahres, für den Wechsel der Monate und Jahreszeiten gilt. Ihn thematisiert der Künstler in seiner Installation „Dreizehn Monde und ein Tag“, ein, so die eigene Definition Werners, „Art archaischer Kalender, den Elementen gewidmet“, 365 Reagenzgläser, gefüllt mit Luft, Wasser oder roter Vulkanerde, seit der Jungsteinzeit als Blutersatzstoff für Bestattungen genutzt.

Begleitend zur Ausstellung beschäftigt sich am Donnerstag, 23. Mai, 19 Uhr ein Abend in der Reihe „KulturSayn!“ im Gobelinsaal von Schloss Sayn gleichfalls mit dem Thema „Wasser“, mit Wasser in der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik, in jeder Sparte für Künstler aller Epochen eine schier unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Performance von Nicolaus Werner.  

Die Ausstellung im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn ist bis zum 15.Juni täglich von 9h-18h zu besichtigen.

Der Garten der Schmetterlinge und das Neue Museum Schloss Sayn sind ab sofort geschlossen. 

Zur Vermeidung einer Gefährdung unserer Mitbürger, unserer Gäste und besonders auch unserer Mitarbeiter sind unsere Betriebe ab sofort geschlossen.

Bei allem Verständnis bedauern wir diesen zweifelsfrei erforderlichen Schritt zu Beginn der Saison außerordentlich. Mit viel Engagement hatten wir mit unserem Team während des Winters den Schmetterlingsgarten herausgeputzt und ein besonders attraktives Neues Museum im Schloss eingerichtet. Auch stand unser Schloss mit seinen festlichen Salons und Sälen für Hochzeiten und Feiern bereit.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass die strikten Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona Virus schnell greifen werden und wir schon sehr bald, hoffentlich zu Ostern, unsere Gäste wieder hier im Kulturpark Sayn begrüßen können.

Gerne möchten wir über das Internet und die sozialen Medien mit Ihnen in Kontakt bleiben.

 

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gabriela und Alexander Sayn-Wittgenstein