Kapelle

In den Jahren 1860/61 errichtete der Koblenzer Architekt Hermann Nebel im Auftrag von Fürst Ludwig und Fürstin Leonilla zu Sayn-Wittgenstein-Sayn im Anschluss an das wenige Jahre zuvor fertig gestellte Residenzschloss in Sayn eine Kapelle zur Aufbewahrung der kostbaren Armreliquie der Hl. Elisabeth. Nach dem Vorbild der Sainte Chapelle wurde eine Doppelkapelle im gotischen Stil errichtet, mit unten liegender Grabkapelle des Fürstenhauses.

Das Armreliquiar

Bei dem Kauf des Schlossgebäudes wenige Jahre zuvor erhielt Fürstin Leonilla als direkte Nachfahrin der Hl. Elisabeth vom damaligen Besitzer Graf Boos-Waldeck den in einem mittelalterlichen Reliquiar gefassten Unter­arm­knochen der Heiligen zum Geschenk.
Das Reliquiar war im Auftrag von Elisabeths Tochter, der Äbtissin Gertrud von Altenberg, angefertigt worden und bis zur Säkula­risation der Klostergüter von Altenberg dort auf­bewahrt. Die letzte Äbtissin des in protestantische Hände fallenden Klosters brachte die kostbare Reliquie 1803 zur Obhut zu ihrer Boos’schen Verwandtschaft nach Sayn.

Armreliquie der Hl. Elisabeth

Die Fenster der Kapelle sind nach Entwürfen von Moritz von Schwind gefertigt. Die gusseiserne Chor- schranke ist ein Werk der Sayner Hütte. Der in polychromer neogotischer Rautenmalerei gestaltete Kirchenraum mit seinen textilen Wandbehängen lädt zu Hochzeitsfeiern ein. Der “Goldene Altar” der Schlosskapelle wurde in Paris als Schrein zur Aufbewahrung des wertvollen mittelalterlichen Reliquiars der Hl. Elisabeth von Thüringen, einer direkten Vorfahrin des Sayner Fürstenhauses hergestellt (s. Familie).

In der Altarmensa finden sich Emaille- rosetten mit Abbildungen des Hl. Wladimir aus der Familie der Fürstin Leonilla (links) und der Seligen Äbtissin Jutta von Spon­heim aus dem Sayner Fürstenhaus. Die mittlere Rosette ging verloren. Sie zeigte Gertrud, die Tochter der Hl. Elisabeth, als Äbtissin von Altenberg, das wertvolle Reliquiar in den Händen haltend.

 

Der Garten der Schmetterlinge und das Neue Museum Schloss Sayn sind ab sofort geschlossen. 

Zur Vermeidung einer Gefährdung unserer Mitbürger, unserer Gäste und besonders auch unserer Mitarbeiter sind unsere Betriebe ab sofort geschlossen.

Bei allem Verständnis bedauern wir diesen zweifelsfrei erforderlichen Schritt zu Beginn der Saison außerordentlich. Mit viel Engagement hatten wir mit unserem Team während des Winters den Schmetterlingsgarten herausgeputzt und ein besonders attraktives Neues Museum im Schloss eingerichtet. Auch stand unser Schloss mit seinen festlichen Salons und Sälen für Hochzeiten und Feiern bereit.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass die strikten Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona Virus schnell greifen werden und wir schon sehr bald, hoffentlich zu Ostern, unsere Gäste wieder hier im Kulturpark Sayn begrüßen können.

Gerne möchten wir über das Internet und die sozialen Medien mit Ihnen in Kontakt bleiben.

 

Mit herzlichen Grüßen
Ihre
Gabriela und Alexander Sayn-Wittgenstein